Trockene Haut um die Augen: Was tun, wenn's juckt?

Trockene Haut um die Augen: Was tun, wenn's juckt?

Redaktion, 30. AUGUST 2022

Tränenfurche entfernen

Wir verraten die besten Tipps, wie man juckende, trockene Haut um die Augen wieder loswird.

Die Augenpartie ist sehr empfindlich und wird durch Einflüsse wie UV-Strahlen, Mimik, Stress und weitere Faktoren stark beansprucht. Kein Wunder, dass schnell Augenprobleme wie trockene Augen mit Juckreiz, Trockenheitsfältchen, Schwellungen oder Augenringe ein Thema sind. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen von trockener Haut um die Augen herum und wie man bei der Reinigung und Augenpflege am besten vorgeht, um für eine schöne und gepflegte Augenpartie zu sorgen.

FORSCHUNG

Augenringe wegbekommen: Dieses Hausmittel hilft

Dauerhafte Augenringe sind für die betroffenen Männer und Frauen oft eine große Belastung. Sie lassen uns müde, krank und auch älter aussehen. Sie wieder loszuwerden, ist manchmal gar nicht so einfach. Doch besonders ein Hausmittel verspricht Erfolg gegen die dunklen Schatten unter den Augen.

Was tun gegen trockene Haut um die Augen?

Fehlt es der Haut an Feuchtigkeit, zeigt sich das in erster Linie durch sogenannte Trockenheitsfältchen im Augenbereich.
Die Haut um die Augen ist die dünnste am gesamten Körper, wodurch sie sehr empfindsam ist. Sie hat nur wenig Unterhautfett und kann nur wenig Feuchtigkeit binden. Gleichzeitig fehlt es auch an Talgdrüsen, die die Haut mit schützendem und geschmeidig machendem Fett versorgen. Kein Wunder, dass sich äußere Einflüsse wie das Klima oder auch die Mimik hier besonders schnell bemerkbar machen. Auch das Alter wird an den Augen früh sichtbar.

Wer seine Augenpflege entsprechend anpasst und mögliche Auslöser verhindert, kann aber dafür sorgen, dass Trockenheit unter den Augen gar nicht erst entsteht. Augencremes mit speziellen Wirkstoffen sind hier ebenso hilfreich wie Hausmittel oder falls nötig auch medizinische Produkte. Auf diese Weise kann man die Hautpartie wieder zum Strahlen bringen und den Zeichen der Hautalterung entgegenwirken.

Regelmäßige milde Reinigung

Zur Reinigung sollten besonders am Auge und bei trockener, juckender Haut nur milde Reinigungsgele oder Lotionen genutzt werden, die frei von Parfum oder anderen aggressiven Inhaltsstoffen sind. Am besten ist ein pH-neutrales Produkt, das die natürliche Hautflora nicht aus dem Gleichgewicht bringt. Zum Abspülen stets lauwarmes Wasser verwenden. Kaltes oder heißes Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit und reizt sie zu stark. Um die Augen herum sollte man auch nicht zu stark reiben, sondern nur mit leichten, kreisenden Bewegungen der Fingerspitzen vorgehen.

Mit Peelings sollte man um die Augen herum besonders vorsichtig sein. Je nach Peeling sind diese für die Haut im Bereich der Augen zu grob und entsprechend nicht geeignet. Auf dem Produkt selbst sollte erkenntlich sein, ob man die Augenpartie aussparen muss. Chemische Peelings sind zwar sanfter, aber auch hier nicht für alle Hauttypen auch wirklich geeignet.

Augenpflege mit geeigneten Wirkstoffen

Es reicht nicht aus, für die Augen einfach eine herkömmliche Gesichtspflege zu verwenden. Oft sind Inhaltsstoffe zu reizend für die Haut der Augen oder pflegen nicht ausreichend.

Besonders, wenn man zu Trockenheit, Augenringen oder altersbedingt auch zu den ersten feinen Fältchen neigt, braucht die Augenpartie eine speziell abgestimmte Pflege.

Ist die Haut trocken, sind vor allem feuchtigkeitsspendende und -bindende Inhaltsstoffe empfehlenswert. Dazu zählen z.B. Hyaluronsäure, Glycerin und Aloe Vera. Urea und Ceramide unterstützen zusätzlich die natürliche Hautbarriere. So können Augencremes Fältchen am Auge vorgebeugen Die Biovolen Aktiv Jasminsalbe kombiniert einen Wirkstoff zur Behandlung von Augenringen, Falten und Schlupflidern mit reizarmen und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen. Es ergibt sich eine vielschichtige Pflege für den Augenbereich. Bei sehr trockener Haut können auch Seren wie z.B. Vitamin A helfen, die vor der Augencreme angewendet werden. 

Viel Wasser trinken

Der Körper besteht überwiegend aus Wasser. Er benötigt die Flüssigkeit von außen dringend, um alle lebenswichtigen Funktionen und Prozesse aufrechterhalten zu können. Fehlt es aber an Flüssigkeit, entzieht er sie als erstes der Haut. Die zarte Haut unter den Augen leidet hier besonders. Auf Alkohol und viel Kaffee sollte man auch der Haut zuliebe verzichten.

Für ein schönes Hautbild (und alles andere) sollte man jeden Tag gut 2 bis 3 Liter Wasser oder auch ungesüßten Tee trinken. So werden die Durchblutung angeregt und der Hautstoffwechsel verbessert. Die Haut wird elastischer und straffer, was sich besonders im Gesicht und den Augen deutlich zeigt. Auch Augenringe können so reduziert werden.

Hausmittel gegen trockene Haut um die Augen

Die regelmäßige Hautpflege lässt sich auch durch Gesichtsmasken und besonders Augenpads ergänzen. Hierfür ist es gar nicht nötig, viel Geld in der Drogerie auszugeben - viele Zutaten, von denen die Augen profitieren, findet man bereits bei sich zu Hause. Mit einfachen Hausmitteln lassen sich Masken für das Gesicht und die Augen ganz leicht selbst herstellen.

Eine sanfte, pflegende Gesichtsmaske besteht zum Beispiel aus Joghurt und Honig. Sie spendet der Haut viel Feuchtigkeit, macht sie geschmeidig und elastisch. Trockenheitsfältchen lassen sich so reduzieren und auch Rötungen oder Irritationen werden durch den enthaltenen Honig gelindert. Der Joghurt spendet Feuchtigkeit und wirkt dank der enthaltenen Milchsäure auch wie ein sehr sanftes Peeling.

Für die Maske vermischt man einfach Joghurt mit etwas Honig und gibt die Paste auf die Haut im Gesicht. Für noch mehr Feuchtigkeit kann man auch Gurkenscheiben auf die geschlossenen Augen legen. Nach einer Wartezeit von 10 Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen und Pflegeprodukte auftragen.

Abschwellende und feuchtigkeitsspendende Augenpads kann man auch mit Hausmitteln selber machen. Hierfür Reispapier (findet man im Asialaden) halbmondförmig zuschneiden und in kaltem grünen oder schwarzen Tee tränken. Am besten lässt man das Papier im Kühlschrank in der Flüssigkeit ziehen. Danach für 10 bis 15 Minuten auf die trockene Haut um die Augen legen. Auch Schwellungen und Augenringe gehen so zurück.

Ein selbstgemachter Toner aus Olivenöl und Rosenwasser kann Schwellungen und Augenringe ebenfalls reduzieren. Rosenwasser erfrischt die Haut und spendet Feuchtigkeit. Das Olivenöl schließt die Feuchtigkeit in der Haut ein und versorgt sie mit Antioxidantien wie z.B. Vitamin E. So lässt sich auch die Hautalterung verlangsamen. Rosenwasser mit etwas Olivenöl mischen und in eine Flasche geben. Vor der Anwendung schütteln und mit einem Wattepad am Morgen oder Abend auf die gereinigte Haut unter den Augen tupfen.

Wie entsteht trockene Haut?

Ist die Haut im Gleichgewicht, produzieren die Schweiß- und Talgdrüsen gleichmäßig eine Mischung aus Wasser und Fett, die die Haut geschmeidig hält und schützt. Geben die Drüsen aber zu wenig Fett und feuchtigkeitsbindende Stoffe ab, wird die Haut trocken.

Das zeigt sich in erster Linie im Gesicht, besonders an der Haut unter den Augen. Doch auch die Schienbeine, Ellbogen, Füße und Hände sind oft von Trockenheit betroffen. Die Haut fühlt sich spröde und rau an. Sie geht mit Spannungsgefühlen, Juckreiz, Rötungen und schuppigen Stellen einher. Trockene Haut reißt schneller und reagiert anfällig auf Einflüsse wie Kälte und Wärme. Auch Entzündungen sind häufiger. Grund dafür ist der mangelhafte Schutz vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlen, Krankheitserregern oder Verletzungen. Auch die Fähigkeit der Haut, die Körpertemperatur und die Feuchtigkeitsdepots zu regulieren, ist eingeschränkt.

Warum juckt trockene Haut?

Trockene Haut ist empfindlicher für äußere Reize. So kann es beispielsweise durch die Reibung der Kleidung zu Juckreiz kommen. Auch Parfums oder Duftstoffe in Weichspülern können dafür sorgen, dass die Haut juckt. Doch auch Medikamente, Allergien oder psychische Auslöser können juckende Haut verursachen.

Unser Tipp bei trockener Haut um die Augen

Unser Tipp bei trockener Haut um die Augen

Was sind die Ursachen für trockene Haut um die Augen?

Die Haut unter den Augen hat wenig Unterhautfett, kann nur wenig Feuchtigkeit speichern und produziert kaum schützenden Talg. Dass sich äußere Einflüsse hier besonders drastisch auswirken, ist wenig überraschend. Für trockene Haut im Augenbereich kann es viele Ursachen geben. Neben der Hautalterung spielen auch Hautkrankheiten eine mögliche Rolle für den Verlust von Feuchtigkeit.

Falsche Reinigung

Während die einen die Reinigung vernachlässigen, investieren die anderen sehr viel Zeit in das häufige Reinigen, Klären und Peelen. Gerade Letzteres kann die Haut überfordern und ihre eigene Schutzbarriere zerstören. Wird die natürliche Hautbarriere geschädigt, geht nicht nur Feuchtigkeit nach außen verloren, die Haut wird auch anfälliger für Irritationen und Infektionen.

Übertreibt man es mit der Reinigung und Pflege, kann es schlimmstenfalls zur perioralen Dermatitis kommen. Bei der sogenannten Mundrose oder auch Stewardessen-Krankheiten ist die Hautflora stark gestört, weshalb sie mit einem roten Ausschlag (Ekzem) im Mund- und Nasenbereich reagiert.

Auf die tägliche Reinigung am Abend sollte man aber auf keinen Fall verzichten. Den Tag über sammeln sich Schmutz, Schweiß und Talg auf der Haut. War man geschminkt, kommt noch Make-Up hinzu. Entfernt man diese Ablagerungen nicht, verstopfen die Poren und die Haut kann nicht mehr atmen.

Nicht nur zu häufiges Reinigen, auch falsche Produkte, die nicht für den jeweiligen Hauttyp geeignet sind, können für Symptome wie Juckreiz, Rötungen und ein Spannungsgefühl der Haut verantwortlich sein. Beispielsweise neigt fettige Haut zu Unreinheiten, weswegen viele auf ein Produkt für unreine Haut zurückgreifen. Jedoch sind diese Produkte für die Haut zu aggressiv und trocknen sie aus. Die Haut reagiert darauf, indem sie zum Schutz noch mehr Talg produziert.

Leidet man unter trockener Haut, sollte man entsprechende Produkte verwenden, die für trockene Haut entwickelt wurden. Wichtig ist auch, auf die Inhaltsstoffe zu achten. Austrocknende Alkohole sollten nicht enthalten sein, sie machen die Haut nicht nur trocken, sondern können gerade in der empfindlichen Augenpartie für Probleme wie Reizungen und Rötungen sorgen.

Umwelteinflüsse

Klimaeinflüsse wie Kälte im Winter, Hitze im Sommer oder die trockene Luft der Heizung bzw. Klimaanlage sorgen nicht nur dafür, dass das Auge selbst austrocknet. Auch an der Haut um die Augen kann es zu Trockenheit und Reizungen kommen. Besonders die Augen und die Augenlider sind hier betroffen.

Neben dem Wetter ist auch die Umweltverschmutzung von immer größerer Bedeutung für die Haut, besonders die Hautalterung. Luftschadstoffe wie zum Beispiel Abgase und Feinstaub schädigen die Hautschutzbarriere und sorgen so für eine trockene Augenpartie.

Alkohol-, Zigaretten- und Kaffeekonsum

Für eine strahlende Haut braucht der Körper Flüssigkeit und eine gute Nährstoffversorgung. Ein starker Alkohol-, Zigaretten- und Kaffeekonsum entzieht dem Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Nährstoffe und wirkt sich negativ auf die Durchblutung aus. Trockenheitsfältchen im Augen- und Mundbereich sind bei Rauchern dementsprechend besonders häufig. Oft kommt es nicht nur zu trockener Haut unter den Augen, auch Falten, trockene Augenringe und gerötete Lider sind eine häufige Folge.

Ungesunde Ernährung

Eine ungesunde Ernährung fördert nicht nur Hautunreinheiten, sondern trocknet die Haut auch aus. Zusatzstoffe und der hohe Salzgehalt in Fast Food oder Fertiggerichten entzieht dem Körper Feuchtigkeit und trocknet ihn von innen aus. Die Hautpartie um die Augen reagiert darauf schnell mit Trockenheit, Rötungen und Schwellungen.

Krankheiten oder Medikamente

In manchen Fällen steckt hinter trockener Haut auch eine Systemerkrankung wie z.B. Diabetes mellitus. Schätzungen zufolge sind etwa 40% aller Diabetiker von trockener oder sogar sehr trockener Haut betroffen. Durch den hohen Blutzucker werden die Schweiß- und Talgdrüsen in ihrer Funktion eingeschränkt und die Haut trocknet aus.

Auch Neurodermitis geht oft mit trockener Haut einher. Dabei kann die chronisch entzündliche Hauterkrankung nicht nur allgemein die Augenpartie, sondern vor allem auch die Augenlider befallen. Man spricht dann auch von einem Augenlid-Ekzem. Spürbar wird die Neurodermitis am Auge durch starken Juckreiz und den entzündeten Hautstellen. Oft nässt die Haut durch die Ekzeme. Kortison kann bei Neurodermitis zwar helfen und insbesondere den extremen Juckreiz eindämmen, die Haut wird aber dünner und auch trockener - an den Augenlidern ist das besonders problematisch.

Ein weiterer häufiger Auslöser für juckende, trockene Haut ist eine Allergie. Eine allergische Reaktion der Haut kann sehr vielfältig ausfallen: Starker Juckreiz tritt besonders häufig auf. Im Rahmen einer Pollenallergie oder auch einer Kontaktallergie kommt es oft zu Beschwerden im Bereich der Augen. Die Augen selbst und auch die umliegende Haut sind gerötet und jucken. Reiben und Kratzen reizt die Haut und es kommt zu Rötungen und Schwellungen. Auch rote Augenringe sind oft das Zeichen einer Allergie.

Nicht zuletzt können auch Medikamente die Haut beeinflussen und sie austrocknen. Das bezieht sich vor allem auf Arzneimittel, die sich auf das Feuchtigkeitsdepot der Haut auswirken oder die Funktion der Talg- und Schweißdrüsen beeinflussen. Neben Cremes mit Kortison zählen dazu auch Retinoide, die zur Behandlung von Akne und Schuppenflechte eingesetzt werden, Diuretika und Medikamente zur Krebstherapie.


QUELLEN

  • Bannert, A. & Schrör, S. (2022, 26. April). Trockene Haut. https://www.netdoktor.de/symptome/trockene-haut/
  • Corcoran Flynn, T. et al. (2001). Dry skin and moisturizers. Clinics in Dermatology, 19(4), 387-392. 10.1016/S0738-081X(01)00199-7