Müde Augen wegbekommen: Die 5 besten Tipps!

Müde Augen wegbekommen: Die 5 besten Tipps

Redaktion, 14. OKTOBER 2022

Müde Augen wegbekommen

Schwere Augen nach langer Bildschirmarbeit sind ein häufiges Problem.

Fast jeder kennt es: Nach einem langen Arbeitstag bringt man kaum noch die Kraft auf, die Augenlider offen zu halten. Manchmal kommen noch unangenehme Kopfschmerzen und allgemeine Müdigkeit hinzu. Ist der Sehapparat überlastet, spricht man auch von müden Augen. Erfahren Sie in diesem Artikel Wissenswertes über müde Augen und ihre Ursachen. Wir stellen außerdem die 5 besten Tipps vor, wie man müde Augen wegbekommen kann.

FORSCHUNG

Augenringe wegbekommen: Dieses Hausmittel hilft

Dauerhafte Augenringe sind für die betroffenen Männer und Frauen oft eine große Belastung. Sie lassen uns müde, krank und auch älter aussehen. Sie wieder loszuwerden, ist manchmal gar nicht so einfach. Doch besonders ein Hausmittel verspricht Erfolg gegen die dunklen Schatten unter den Augen.

Was sind müde Augen?

Tagsüber sind die Augen pausenlos damit beschäftigt, Umweltreize aufzunehmen und weiterzuverarbeiten. Sie sind damit das wichtigste Sinnesorgan des Menschen.

Müde Augen sind ein Phänomen, unter dem heutzutage immer mehr Menschen leiden. Vereinfacht spricht man auch von überanspruchten Augen: Die Augen können jucken, geschwollen oder gerötet sein. Manchmal schmerzen sie auch. Charakteristisch ist aber vor allem das Schweregefühl. Es fällt schwer, die Augenlider offen zu halten. Müde Augen selbst sind zwar keine Erkrankung, sie können aber ein Symptom von Krankheiten sein.

Wie machen sich müde Augen bemerkbar?

Nach dem Aufstehen werden die Augen den ganzen Tag über durchgängig beansprucht. Besonders in heutigen Zeiten mit viel Bildschirmarbeit und Home Office können die Augen überlastet sein. Besonders, wenn man auch in seiner Freizeit noch vor dem Bildschirm klebt, kann das die Augen ermüden.
Neben Müdigkeit können sich folgende Symptome der Überanstrengung zeigen:

  • schwere Augenlider
  • trockene oder tränende Augen
  • Kopfschmerzen
  • verschwommene Sicht
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Rötungen
  • Augenringe und Schwellungen
  • häufiges Blinzeln

Die Symptome müder Augen können dabei in verschiedener Ausprägung und unterschiedlich schnell auftreten. Manchmal verschwinden die müden Augen nach kurzer Zeit von allein wieder, in anderen Fällen sind sie beinahe chronisch und somit ein lästiger Begleiter im Alltag. Zeigen sich die Symptome über einen längeren Zeitraum, sollte man damit zu einem Augenarzt gehen. Das gilt vor allem, wenn es zu Symptomen wie verschwommene Sicht, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder einer schmerzenden Augenpartie kommt.

Was sind die Ursachen von müden Augen?

Müde Augen können durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. Generell gehören müde Augen zu den normalen Erschöpfungserscheinungen nach einem langen Tag. In seltenen Fällen stecken (schwere) Krankheiten dahinter.
Häufig sind andere Ursachen verantwortlich. Eine gängige Ursache ist eine zu hohe Augenbelastung. Zahlreiche Aktivitäten sorgen für eine Überbeanspruchung der Augen.

Bildschirmarbeit (Office-Eye-Syndrom)

Die Augen leiden unter langen Tätigkeiten am Computer, besonders zu Homeoffice-Zeiten. Müde Augen als Folge von langer Arbeit am Bildschirm bzw. Computer bezeichnet man daher auch als Office-Eye-Syndrom.

Starrt man am Arbeitsplatz konzentriert über mehrere Stunden hinweg auf den Bildschirm, bewegt man den Augapfel kaum und blinzelt nur selten. Man spricht auch von einer Blickmonotonie, wodurch das Auge weniger Tränenflüssigkeit produziert. Die Augenoberfläche trocknet schneller aus und es kommt zu Symptomen wie Rötungen, brennenden Augen und Juckreiz. Bei sehr erschöpften Augen kann es außerdem zu Kopfschmerzen und einer erhöhten Lichtempfindlichkeit kommen. Kontaktlinsenträger berichten oft auch von einem Fremdkörpergefühl.

Doch nicht nur der konzentrierte Blick auf den Computer sorgt für müde Augen. Auch das blaue Licht des Bildschirms ist auf Dauer schädlich für das Auge. Das unnatürliche Licht ist nicht nur anstrengend und kann uns abends am Einschlafen hindern. Langfristig kann es auch zu einer altersbedingten Makuladegeneration führen, bei der man zunehmend Punkte und Flecken im Sichtfeld sieht, bis die Sicht größtenteils eingeschränkt ist.

Schlechtes Licht

Das Office-Eye-Syndrom wird vor allem verstärkt, wenn man unter schlechten Lichtverhältnissen arbeitet. Doch nicht nur im Büro, sondern auch bei Freizeitaktivitäten ist eine unpassende Beleuchtung eine Belastung für die Augen. Ist von schlechtem Licht die Rede, bezieht sich das sowohl auf zu helle als auch zu dunkle Lichtverhältnisse. Auch eine ungleichmäßige Beleuchtung mit zu starken Hell- und Dunkelkontrasten führt dazu, dass die Augen sich mehr anstrengen müssen.

Langes Autofahren

Ähnlich wie die Arbeit am Bildschirm ist auch das lange Autofahren anstrengend für die Augen. Der starre Blick in die Ferne und die Konzentration auf den Verkehr lassen die Augen schnell müde werden. Bei Regen und Dunkelheit ist das Fahren besonders anstrengend, da die Fahrbahn schlecht sichtbar ist und die hellen Lichter der vorbeifahrenden Autos die Sicht zusätzlich behindern können.

Grundsätzlich blinzelt man beim Fahren weniger und die Augen verlieren durch die trockene Luft der Klimaanlage den schützenden Feuchtigkeitsfilm. Schnell kommt es so zu schweren Augenlidern und Konzentrationsschwierigkeiten, wenn man keine Pause einlegt.

Freizeitaktivitäten

Nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in der Freizeit verbringen Menschen heutzutage viel Zeit vor dem Bildschirm. Die Beschäftigung mit dem Smartphone oder lange Netflix-Marathons im Fernsehen sind anstrengend, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen.

Doch auch abseits vom Bildschirm können einige Tätigkeiten anstrengend für die Augen sein. Dazu zählen z.B. langes Lesen oder Schreiben.

Alkohol- und Zigarettenkonsum

Der Konsum von Alkohol und Zigaretten wirkt sich nachteilig auf die Durchblutung aus. Die leichten Durchblutungsstörungen innerhalb der Augenpartie können für müde Augen mit Augenringen sorgen. Gleiches gilt auch für den Mangel an Nährstoffen, der durch das Rauchen oder regelmäßigen Alkoholkonsum ausgelöst werden kann.

Vermutlich verändert der Alkohol die Zusammensetzung des Tränenfilms und trocknet die Augen aus. Müde Augen sind daher auch eines der typischen Symptome bei Alkoholismus.

Eine amerikanische Studie hat kürzlich nachgewiesen, dass das Rauchen das Risiko für trockene, müde Augen und Schwellungen erheblich erhöht. Vermutlich zerstört der aufsteigende Qualm den Tränenfilm und führt so zu einer Austrocknung des Auges. Auch Krankheiten wie Grauer Star oder die altersbedingte Makuladegeneration werden durch das Rauchen begünstigt.

Krankheiten

In seltenen Fällen steckt hinter müden Augen eine Krankheit. Zu möglichen Ursachen zählen eine Bindehautentzündung, Depressionen, Allergien, Muskelerkrankungen oder der bereits erwähnte Alkoholismus. Beispielsweise kann auch Krebs scheinbar müde Augen verursachen. Nicht zuletzt kann anhaltender Stress die Symptome müder Augen verschlimmern.

Unser Tipp bei müden Augen

Unser Tipp bei müden Augen

Müde Augen wegbekommen: Die 5 besten Tipps

Müde Augen können im Alltag sehr lästig werden: Das ständige Gefühl, die Augenlider kaum noch offen halten zu können und Symptome wie Juckreiz und brennende Augen sind alles andere als angenehm. Zum Glück lassen sich die Symptome müder Augen recht schnell und einfach behandeln und auch die Auslöser lassen sich mit einfachen Tipps beheben.

1. Augen am Abreitsplatz schonen

In den meisten Fällen ist die stundenlange Arbeit am Bildschirm im Büro oder im Homeoffice an den müden Augen schuld. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit denen man einen augenschonenden Arbeitsplatz schaffen und die Augen so entlasten kann.

  • Bildschirm richtig einstellen: Der Blick auf den Bildschirm sollte frontal und leicht nach unten gerichtet sein. Der eingestellte Kontrast, die Schriftgröße und die Helligkeit der Bildschirme sollten angenehm für die Augen sein. Zusätzlich sollte man auch auf den Abstand zum Computer achten: Je größer der Bildschirm, desto weiter entfernt sollten die Augen sein. Bei herkömmlichen 15,6 Zoll-Notebooks sollte der Abstand etwa eine halbe Armlänge betragen. Bei größeren Bildschirmen mit einer Diagonalen von etwa 70 Zentimeter sollte der Abstand bei einer ganzen Armlänge liegen.

  • Beleuchtung: Das Büro sollte ausreichend und gleichmäßig ausgeleuchtet sein, um eine Überstrapazierung der Augen zu verhindern.

  • Blaufilter: Brillen- und Kontaktlinsenträger sollten sich beim Optiker eine Brille oder Kontaktlinsen mit Blaufilter für die Arbeit besorgen. Diese blockieren das schädliche blaue Licht und verhindern so müde Augen. Zusätzlich können sie sich förderlich auf den Schlaf auswirken und Kopfschmerzen reduzieren.
    Auch Nicht-Brillenträger sollten sich die Blaufilter-Einstellungen der Geräte nützlich machen und die Farbtemperatur regulieren. Viele Geräte bieten mittlerweile Blaufilter an, um das künstliche Licht des Monitors zu reduzieren.

  • Frische Luft: Regelmäßiges Lüften verbessert die Sauerstoffversorgung und kann trockene Augen verhindern. Im Winter sorgt die Heizung für trockene Luft, im Sommer die Klimaanlage. Das Lüften kann hier für einen Austausch sorgen und die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen. Das verringert das Problem müder Augen etwas und sorgt für Linderung von Trockenheitssymptomen.

2. Pause für die Augen

Müde Augen entstehen durch eine zu hohe Belastung der Augen. Bei Tätigkeiten wie Bildschirmarbeit, aber auch bei langen Autofahrten richtet sich der Blick für lange Zeit und in gleichbleibender Entfernung nach vorne. Das Auge muss dauerhaft fokussieren, um die Nahsicht zu ermöglichen. Das sorgt für eine starke Krümmung der Linse, die für die Entstehung und Verstärkung von Sehschwächen verantwortlich ist.

Um dem zu entgehen, sollte man regelmäßig Pausen einlegen. Um erschöpfte Augen zu entspannen, sollte man die Augen mehrmals täglich für ein paar Minuten schließen - z.B. beim Telefonieren. Außerdem hilft es, den Blick ab und an schweifen zu lassen. Der Blick in die Ferne löst die Fokussierung und entspannt den Augapfel. Bei der Arbeit im Büro bedeutet das: Den Blick vom Bildschirm lösen und für etwa 15 bis 20 Sekunden in die Ferne gucken, z.B. aus dem Fenster. Diese kurze Pause sollte man sich etwa alle 30 Minuten nehmen. Auch beim Lesen kann der Fokuswechsel von nah auf fern zur Erholung der müden Augen beitragen.

3. Augentraining

Augentraining mag im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingen. Tatsächlich umfasst es aber einfache Übungen, die kinderleicht in den Alltag integriert werden können und dem Auge bei der Entlastung helfen. Dazu zählen z.B.

  • Gähnen: Tiefes Einatmen oder ein bewusstes Gähnen versorgen den Körper mit reichlich Sauerstoff. Das wirkt müden Augen entgegen. Zusätzlich wird die Augenmuskulatur trainiert und die Tränenproduktion angeregt. Die Feuchtigkeitsversorgung wird dadurch verbessert und der mechanische Stress auf dem Auge reduziert.
  • Blinzeln: Fast jeder hat sich schon mal ertappt, wie er konzentriert auf den Computer oder die Straße starrt und dabei vergisst, zu blinzeln. Besonders, wenn man Schmerzen oder Trockenheit bemerkt, sollte man ein paar Mal blinzeln. Das bildet Tränenflüssigkeit und verteilt sie auf dem Auge. Der Schutzfilm schützt vor der Austrocknung und man kann müde Augen wegbekommen.
  • Schreiben: Um die Augen zu trainieren, kann man mit geschlossenen Augen Buchstaben, Zahlen oder Formen schreiben. Die gezielten Augenbewegungen sind gut für die Augenmuskulatur. Dadurch, dass die Augen geschlossen sind, wird die Entlastung gefördert.

4. Augenpflege

Müde Augen sind für gewöhnlich trocken. Der Tränenfilm reduziert sich und ein unangenehmes Brennen oder Jucken macht sich bemerkbar. Auch Augenringe sind oft die Folge der Überlastung. An dieser Stelle kann eine geeignete Augenpflege für Linderung sorgen.

Um die trockenen Augen mit Feuchtigkeit zu versorgen, eignen sich feuchtigkeitsspendende Augentropfen. Wirkstoffe wie Hyaluron helfen dabei, den Tränenfilm wieder aufzubauen und reduzieren so Reizungen und brennende Augen. Bei starken Beschwerden können spezielle Augentropfen vom Augenarzt verordnet werden. Von innen heraus hilft es, ausreichend zu trinken und sich gesund zu ernähren.

Die restliche Augenpartie kann mit einer reizarmen, pflegenden Augencreme versorgt werden. Die Biovolen Aktiv Jasminsalbe sorgt für eine gut durchfeuchtete Haut und kann die Durchblutung verbessern. Die Anti-Aging-Creme eignet sich auch, um Augenringe zu verhindern.

5. Schlaf

Auch Schlafmangel ist eine der Ursachen von müden Augen. Nach einer zu kurzen Nacht leiden die Augen oft unter Schwellungen und Trockenheit und die Augen sind schwer. Müde Augen nach dem Aufstehen zählen zu den Beschwerden, die sich durch das Reiben der Augen oft verstärken.

Ausreichend Schlaf ist die beste Möglichkeit, um den Augen eine Pause zu gönnen. Das Auge und auch der restliche Körper erholen sich von den Anstrengungen des Tages und die Regeneration geht in allen Zellen vonstatten.

Müde Augen wegbekommen: Welche Hausmittel helfen?

Mit den vorangegangenen Tipps sollten müde Augen kein Problem mehr sein. Doch auch Hausmittel können dazu beitragen, Trockenheit und Müdigkeit zu reduzieren. Folgende Mittel sind auf jeden Fall einen Versuch wert.

  • Wärme: Wärme kann bei gereizten Augen für Linderung sorgen. Hierfür einfach die Hände etwas aneinander reiben und die warmen Handinnenflächen auf die geschlossenen Augen legen. Auch warme Lappen sind eine Möglichkeit.

  • Fischöl: Fischöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren und kann die Tränenbildung bei regelmäßiger Einnahme steigern. Der Verbraucherzentrale zufolge basiert der Effekt bei trockenen Augen aber nur auf Placebo.

  • Bewegung an der frischen Luft: Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren - am besten an der frischen Luft - regt die Durchblutung an. Der gesamte Körper, das Gesicht und besonders müde Augen können von dem Wachmacher profitieren.

  • Gurke: Bei Schwellungen und Augenringen ist Gurke ein beliebtes Hausmittel. Das Gemüse besteht größtenteils aus Wasser, wovon vor allem die zarte Augenpartie viel gebrauchen kann. Zwei Scheiben gekühlte Gurke auf den Augen wirken kühlend und befeuchtend - genau richtig bei müden Augen.

Fazit

In der Regel ist eine Überlastung des Sehapparates die Ursache für müde Augen. Diese kommt beispielsweise durch lange Bildschirmarbeit oder auch Autofahrten zustande. Faktoren wie Stress, Schlafmangel und Alkohol- sowie Zigarettenkonsum verstärken müde Augen. Nur in sehr seltenen Fällen sind müde Augen auf Krankheiten wie Allergien oder sogar Krebs zurückzuführen. Bemerkbar machen sie sich durch Brennen, Juckreiz und Rötungen. Auch Schwellungen und Augenringe können auftreten. Bei starken Beschwerden wie Kopfschmerzen und anhaltender Konzentrationsschwäche sollte man einen Augenarzt aufsuchen. Loswerden kann man müde Augen mit einigen Anpassungen im Alltag wie z.B. regelmäßigen Pausen und Augentropfen. Auch Augenübungen helfen beim Entspannen.


QUELLEN

  • Franck, C. (1986). Eye symptoms and signs in buildings with indoor climate problems (‘office eye syndrome’). Acta Ophthalmologica, 64(3), 306-311. DOI: 10.1111/j.1755-3768.1986.tb06925.x
  • Portello, J.K. et al. (2012). Computer-related visual symptoms in office workers. Ophthalmic and Physiological Optics, 32(5), 375-382. DOI: 10.1111/j.1475-1313.2012.00925.x
  • Verbraucherzentrale. (2022, 11. Juli). Omega-3 bei Augentrockenheit? https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/omega3-bei-augentrockenheit-27130
  • Wolkoff, P., Nojgaard, J., Troiano, P. & Piccoli, B. (2005). Eye complaints in the office environment: precorneal tear film integrity influenced by eye blinking efficiency. Occupational & Environmental Medicine, 62(1), 4-12. DOI: 10.1136/oem.2004.016030